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| Georges Buisson über die Kirche von Nohant |
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Manche Bilder sind so perfekt und unveränderlich, so verankert im gemeinsamen Gedächtnis, dass es zwecklos wäre, sie zu ignorieren. Das kleine Dorf von Nohant, so oft beschrieben, gemalt und photographiert, gehört dazu. Eine vollkommene Harmonie des Raums : einige alte Häuser, eine bescheidene Kirche, ein Platz, der früher mit Ulmen mit dunklem Laub bepflanzt war und heute von eleganten Linden beschattet wird, der Eingang des « Schloßes », wie man hier, das Haus von George Sand zu nennen pflegt, mit seinem großen geschmiedeten Eisentor. Eine ebenso friedliche Harmonie der Farben wie der rote Ocker der Dachziegel, das grau-beige vom Putz der Mauern, der Sand des Weges, die sanfte Blässe der Rosen, die im Frühjahr blühen. All das macht aus diesem Ort der Erinnerung einen einzigartigen Ort, verankert in der Zeit und in den Herzen. Im Zentrum dieses idyllischen Gemäldes steht die Kirche Sainte-Anne. Gegenüber dem « Schloß » gelegen scheint sie verständnisvoll und liebevoll zuzuzwinkern. Man kennt in der Tat die Verbundenheit von George Sand mit ihrem kleinen Dorf und ihrer Kirche, auch wenn sie die Arroganz der Religion in einer beträchtlichen Anzahl ihrer Werke attackierte. Für sie war die Kirche vor allem das Symbol der Zugehörigkeit zu einem Territorium, auch wenn es so winzig ist wie jenes des Dorfes von Nohant. Die Kirche war einen Bezugspunkt, der im Zentrum des Gefühlsraums stand. Sie ist es immer noch. Man erinnert sich an die Bedeutung der heiligen Patronin des Dorfes, Anne, die immer noch im Hochsommer gefeiert wird und die damals die Gelegenheit für die ganze Familie Sand bot, an den Festlichkeiten teilzunehmen, die ihr zu Ehren veranstaltet wurden. Eugène Delacroix, der Künstlerfreund, malte eine Darstellung der Heiligen Anne auf eine Leinwand, die aus dem Stoff eines Korsetts von George Sand hergestellt wurde. Das Bild wurde getreu und mit Fleiß vom Schüler Maurice Sand reproduziert. Werden wir eines Tages die kleine Kirche endlich mal wieder im guten Zustand sehen? Werden wir sie adrett und fröhlich erleben, wieder mit dem Bild von Maurice, in Harmonie vereint? Wir träumen davon! Diese schöne kleine Kirche, so verankert in unseren Gedächtnissen, verdient es wirklich. Sie trägt genauso wie das Haus dazu bei, dass wir in unseren Erinnerungen eine Zeit bewahren, in der Nohant aus einer reichen Komplementaritäts- und Unterschiedsgemeinschaft herausragte, in der der Pariser Geist und der dieser so fruchtbaren Provinz sich vereinten, in der die gelehrte Musik sich von der Volksmusik nährte. Nohant könnte nicht ohne seine Kirche sein, durch ihre Architektur Symbol des Know-Hows und Talents der von George Sand so geliebten Maîtres compagnons, wie die Kirche nicht ohne das schöne Haus existieren könnte, das die Schrifstellerin uns für die Ewigkeit hinterlassen hat.
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